Um sieben Uhr kam unser Taxi- wir sind koeniglich gereist, im Taxi mit Klimaanlage
Die Taxifahrt war angenehm und nach ca. 3 Std erreichten wir dann den ersten Punkt auf unserer Mysore-Liste. Eine alte Moschee, deren Namen ich leider vergessen habe. Die Moschee ist wunderschoen, ein architektonisches Meisterwerk. Sie ist riesig gross und wirklich sehr beeindruckend.
Kaum hatten wir die Tueren des Taxis geoeffnet, kamen die ersten Kinder an, um uns Postkarten zu verkaufen. Meine geduldigen Erklaerungen, dass ich daran kein Interesse haette, weil ich selber Fotos machen wolle, wurden gaenzlich ignoriert. Naja, es sind Kinder gewesen, ich hatte zu dem Zeitpunkt bereits einen Kaffee getrunken und einen Schokokeks gegessen, also fiel es mir nicht weiter schwer die Situation einfach mal so hinzunehmen und mich ueber den Rattenschwanz von Kindern zu amuesieren, die uns bis zum Eingang der Moschee verfolgten und mit den Postkarten vor unseren Nasen herumwedelten. Wir betraten dann also die alte Moschee und ehe wir noch bis zwei zaehlen konnten hatten wir einen Guide. Der alte Inder scheuchte uns von Punkt zu Punkt und ignorierte ebenso hartnaeckig wie die Kinder zuvor unsere Bemuehungen ihn los zu werden. Ich bin mir relativ sicher, dass er meinte Englisch mit uns zu sprechen, aber beschwoeren wuerde ich das nicht. Ich verstand also bei unserer unfreiwilligen Fuehrung hoechstens jedes sechste Wort und gab den Versuch ihm bei seinen Erklaerungen zu folgen irgendwann auf. Ich laechelte also hoeflich und nickte und verbrachte meine Zeit eher damit Fotos zu machen. Als die „Fuehrung“ dann beendet war, strahlte er uns an und hielt die Hand auf. Hm, naja gut, ich bin ja nicht so. Ich gab ihm also Geld. Er betrachtete meine Gabe und – verlangte mehr... Nachdem S. ihm dann auch etwas Geld gegeben hatte konnten wir die Moschee verlassen und hatten promt wieder den Rattenschwanz von Kindern im Schlepptau. Die Tuer des Taxis zu schliessen war gar nicht so einfach. Nun, wir waren dann also auf dem Weg zum naechsten Punkt auf der Liste.
Der Sommerpalast von Tipu Sultan in Srirangapatnam liegt in einem wunderschoenen Parkgelaende und ist heute ein Museum mit unglaublichen Wandgemaelden. Wir haben uns den Palast angesehen- ohne auf die zahlreichen Angebote einzugehen einen Guide anzuheuern. Nun, dieses Mal wurden wir wenigstens gefragt...
(Der Sommerpalast des Tipu Sultan inmitten des tollen Parkgelaendes)
Als naechstes fuhren wir auf die Chamundi Hills, wo in laengst vergangenen Tagen Chamudeshvar (Durga) im ewigen Kampf zwischen Gut und Boese den Teufelsdaemon Mahishasura bezwang.
(Blick von den Chamundi Hills auf die Umgebung)
Chamudeshvar wurde auf dem Huegel ein grosser Tempel geweiht, den wir uns ansehen wollten.
Aber das klingt so einfach Der Weg vom Parkplatz zum Tempel wurde uns von einer Riesenhorde Kinder erschwert, die offensichtlich einen Schulausflug machten und zwei westliche, blonde Touristinnen offensichtlich als das Spektakulaerste auf ihrem Ausflug empfanden. Unzaehlige kleine Jungen in Schuluniformen die uns anstarrten und im Weg standen, machten uns ein Durchkommen absolut unmoeglich. Irgendwann habe ich dann versucht den Fototrick anzuwenden. „Darf ich euch fotographieren? Dann muesst ihr euch da hinstellen...“ (Hinter uns, hehe, damit vorne der Weg frei wird- ich bin ja so kluk, K-L-U-K)
Ich hatte ja keine Ahnung was fuer Begeisterungsstuerme ich damit ausloesen wuerde. Ich habe unzaehlige Fotos von den Jungs machen muessen, die natuerlich nach jedem Bild auf dem Display nachsehen wollten, ob sie auch zu erkennen sind. Seufz.
